Der Mobilfunkanbieter Huawei, als etwaiges «Einfallstor» staatlich gelenkter chinesischer Politikinteressen verdächtigt, hat in den zurückliegenden Jahren in Europa möglicherweise mehr an Abgaben gezahlt, als mancher westliche Internetriese, der Steuerparadiese vorzog. In der Schweiz waren es 0,22 des BIP. Das ist vor allem wegen des Stellenwerts von 5G für künftige Lieferketten von Bedeutung.

 Huawei zählt zu den führenden Anbietern, wenn es um zunehmend von digitalisierten Lösungen gesteuerte Supply Chains geht. Der Netzanbieter verweist auf eine Studie, die bei Oxford Economics unter dem Titel «The economic impact of Huawei in Europe» in Auftrag gegeben wurde. Darin wird der wirtschaftliche Beitrag Huaweis zu Key-Performance-Indikatoren wie BIP, Arbeitsplätzen und Steuern untersucht. Auch die Schweiz wurde in die Untersuchung einbezogen.
Gemäss der Studie von Oxford Economics
habe Huawei vergangenes Jahr 16.4 Mrd. Euro (ca. 17.54 Mrd. CHF) zum europäischen BIP beigetragen und 224000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt unterstützt.
In 18 der 31 analysierten Länder lagen die Beiträge zum nationalen BIP über 100 Millionen Euro. Im Verhältnis zum Umfang des BIP hatte Huawei den grössten Impact in Ungarn, wo sein Beitrag 2019 0.49 Prozent des BIP ausmachte. Es folgen die Schweiz mit einem Beitrag in Höhe von 0.22 Prozent des BIP und das Vereinigte Königreich mit 0.16 Prozent des BIP.

Haitao Wang, CEO von Huawei Schweiz: «Huawei ist seit 2008 in der Schweiz aktiv. Wir leisten unseren Beitrag als Schweizer Körperschaft, als Arbeitgeber, als Investor und als lokal verankertes Unternehmen mit einem vielfältigen sozialen Engagement. Mit unseren Technologien sorgen wir zudem für einen stabilen und sicheren Netzbetrieb und höchste Qualität in den von uns betreuten Infrastrukturen im Telekommunikations- wie Enterprise-Geschäft. Wir werden auch in Zukunft gemeinsam mit unseren Partnern nachhaltigen Wert überall da schaffen, wo wir präsent sind.»

Fotos_ Huawei
Beim «Fussabdruck» in punkto Beschäftigung waren in absoluten Zahlen die drei grössten Nutzniesser das Vereinigte Königreich mit 51100, Deutschland mit 44800 und Ungarn mit 21500 Arbeitsplätzen, die direkt oder indirekt auf die Aktivitäten von Huawei zurückzuführen sind. Relativ gesehen profitierte Ungarn am meisten: 0.45 Prozent der Gesamtbeschäftigung in Ungarn waren in irgendeiner Weise mit den Tätigkeiten von Huawei verbunden. Die Schweiz nimmt mit 0.22 Prozent der Gesamtbeschäftigung den 2. Rang ein.
Die wirtschaftliche Tätigkeit von Huawei generiert zudem Steuereinnahmen über die direkt von Huawei gezahlte Körperschaftssteuer sowie über die durch die Verbraucherausgaben generierten Umsatzsteuern in den untersuchten europäischen Länder. Der Gesamtbetrag der durch Huaweis Aktivitäten kumulierten Steuern
habe sich 2019 auf 6.6 Mrd. Euro (ca. 7.13 Mrd. CHF) belaufen und sich damit seit 2015 fast verdoppelt. Huawei zahlte 2019 schätzungsweise 1.6 Mrd. Euro (ca. 1.73 Mrd. CHF) an direkten Steuern an die europäischen Behörden. Die durch die indirekten und induzierten Kanäle generierten Steuern seien mit insgesamt 5 Mrd. Euro (ca. 5.4 Mrd. CHF) noch um einiges höher gewesen.

Gegenstand der Studie sind auch Huaweis Investments in Forschung & Entwicklung. In Europa wird Huaweis Zusammenarbeit mit der Industrie und der akademischen Welt über 23 Forschungsstandorte - darunter eines in Zürich und Lausanne - vorangetrieben, die vom Europäischen Forschungsinstitut Huawei in Leuven, Belgien, gesteuert werden.

Die vollständige Studie, in der auch die Methodik und die Quellen im Detail erläutert werden, kann hier heruntergeladen werden.

 

www.huawei.com/ch-en/