Leere Städte, Hamsterkäufe - aber funktionierende Logistikzentren: So zieht der Automatisierungsanbieter Witron Bilanz aus den zurückliegenden Pandemie-Monaten. Christian Dietl, CEO der Servicesparte in Parkstein: «Wir haben zusammen mit unseren Kunden die Lager am Laufen gehalten».

Ein Virus, zwölf Wochen «Hochsaison» im Lebensmittel- und Detailhandel, sieben Tage Arbeit die Woche, drei Schichten pro Tag, täglich 20 Prozent mehr Auftragslast , sogar bis zu 300 Prozent mehr Auftragslast an Spitzentagen, ein technischer Ausfall, vier kranke Mitarbeiter, stehende Baustellen aufgrund Reisebeschränkung, – die bisherige Bilanz der Corona-Pandemie aus der Sicht von WITRON. Während viele Branchen in den «Lockdown» mussten und Kurzarbeit, Überstundenabbau, Zwangsurlaub und Homeschooling angeordnet wurde, wurden die Lebensmitteleinzelhändler und Logistikdienstleister von heute auf morgen vor immense Herausforderungen gestellt. Gut durchdachte Entscheidungen, flexible Lösungen, sowie ein engagiertes Miteinander aller Player in der Supply Chain – Lieferanten, Logistikzentren, Dienstleister, Filialen – waren notwendig, um die Grundversorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten und Engpässe zu vermeiden.

Wenn Christian Dietl die Zahlen jetzt im Juni 2020 sieht, dann ist er auch stolz auf seine Kolleginnen und Kollegen in den vielen Logistikzentren in Europa und Nordamerika. «Wir haben zusammen mit unseren Kunden die Lager am Laufen gehalten, wir alle haben so einen Ansturm noch nie erlebt. Und das nicht nur in einem Land, sondern in USA, Kanada, Frankreich, Spanien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Norwegen, im Benelux-Raum – überall wo wir mit unseren Serviceteams vor Ort sind und die Logistikzentren mit unserer Automatisierungstechnik OPM fahren», blickt er zurück. Und dann sind da noch die vielen Baustellen, die in diesen Wochen erst so langsam wieder hochgefahren werden dürfen. «Das ist auch für uns eine logistische Aufgabe. In Parkstein haben wir für die Projekte in den USA oder Kanada bereits Fördertechnik und Schaltschränke produziert, doch bis heute sind manche Baustellen aufgrund von Quarantäne- und länderspezifischer Einreisebedingungen noch immer gesperrt.»

 

Die Pandemie ist noch nicht vorbei, das weiss auch Dietl. Nach dem aussergewöhnlichen Frühjahr brauchten er und seine Teams dringend ein paar freie Tage zum Durchschnaufen und Abschalten. Ende Juni sitzt er wieder im Büro und schaut ein bisschen ungläubig auf die Leistungsdaten und Einsatzzahlen der letzten Monate. Die Frühjahrsmonate 2020 kennen viele Heldinnen und Helden: Krankenpflegerinnen und -pfleger, Ärzte und Ärztinnen, Lkw-Fahrer/innen, Supermarktkassierer/innen.

 

 

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24.7.2020