Mit dem Durchschneiden des Eröffnungsbandes hat Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Freitag gemeinsam mit Bundesrat Ignazio Cassis und dem Tessiner Staatsratspräsidenten Norman Gobbi den Ceneri-Basistunnel offiziell dem Verkehr übergeben.

Gäste und Teilnehmer der Eröffnungszeremonie waren aus dem Süden mit einem Zug der Tessiner S-Bahn und aus dem Norden mit einem Fernverkehrszug der SBB angereist. Die 1992 beschlossene Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) ist nun vollendet.

Seit der Volksabstimmung von 1992 zur NEAT haben sich viele Menschen für die neue Flachbahn durch die Alpen engagiert. Mit der NEAT – dem Herzstück des Güterbahnkorridors von Rotterdam nach Genua – können mehr Güter auf der Schiene statt auf der Strasse transportiert werden.

Der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi gab seiner Freude über den „Quantensprung im öffentlichen Verkehr“ Ausdruck, der mit der neuen S-Bahn und der Direktverbindung zwischen Locarno und Lugano möglich werde. «Der Ceneri-Tunnel wird unsere Tessiner Identität verändern. Dank der raschen Verbindungen innerhalb unseres Kantons wird das Tessin eine grosse Stadt mit wichtigen «Quartieren» im Sopra- und im Sottoceneri», so Gobbi.Für den Personenverkehr gibt es häufigere Verbindungen zwischen Nord und Süd, das Tessin erhält eine leistungsfähige S-Bahn. Zwischen Lugano, Locarno und Bellinzona halbieren sich die Fahrzeiten.
Bundespräsidentin Sommaruga dankte der Bevölkerung, dass sie mit dem Ja zur NEAT das Jahrhundertwerk ermöglicht habe.

Bundesrat Ignazio Cassis hob die Bedeutung der NEAT für den Tessin, wie auch für die Schweiz und den europäischen Kontinent hervor: Sie stärke den europäischen Nord-Süd-Schienengüterkorridor und ermögliche umweltfreundliche Gütertransporte.

SBB-CEO Vincent Ducrot und Dieter Schwank, CEO der Alptransit Gotthard AG (ATG), würdigten ebenfalls die Bedeutung der NEAT. Wegen Corona konnte die Eröffnungszeremonie nur in reduzierter Form stattfinden.

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