Die Deutsche Bahn baut fünf neue Bahnhöfe, 120 Kilometer Tunnel und 81 Brücken. Alleine im Fernverkehr sollen jährlich über zehn Millionen Fahrgäste vom Milliardenprojekt Stuttgart–Ulm profitieren. Olaf Drescher, neuer Geschäftsführer der Projekt-GmbH, stellte anlässlich eines Ortstermins die Schritte bis zur Inbetriebnahme der Neubaustrecke im Jahr 2022 und den aktuellen Stand der Bauarbeiten vor.

Aktuell ist der Rohbau der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm zu 90 Prozent fertiggestellt. Der Vortrieb für über 60 Kilometer Tunnelröhren abgeschlossen. 37 Kilometer Gleis sind bislang verlegt, 800 Oberleitungsmasten aufgestellt. Ab Anfang 2022 sollen die Testfahrten auf der Neubaustrecke erfolgen. Und zwar „ohne Signaltechnik“, wie Drescher in 85 Metern Höhe auf der Filstalbrücke erläutert. Die Züge werden via ETCS, dem elektronisch überwachten Zugkontrollsystem gesteuert, wie es auch im Lötschberg-Basistunnel und auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mattstetten-Rotrist im Einsatz ist. Stuttgart 21 soll 2025 in Betrieb gehen – was manche als sehr optimistisch einstufen. In einen Stresstest, der in Form einer Betriebssimulation durchgeführt wurde, um die Belastbarkeit des künftigen Verkehrsknotens zu ermitteln, waren auch Verkehrsplaner des in Zürich ansässigen Verkehrsplanungsbüros SMA und Partner einbezogen worden.

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