Sechs Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich haben den Zuschlag zur Demonstration, Erprobung und Zulassung einer Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) für Güterwagen erhalten. Bislang geschieht die Kopplung noch weitgehend von Hand.

Mit der Digitalen Automatischen Kupplung sollen Güterwagen sowie deren Strom-, Daten- und Druckluftleitungen automatisch und ohne schwere körperliche Arbeit miteinander gekuppelt werden. Das Zusammenstellen von Güterzügen, das noch überwiegend mit Schraubenkupplungen manuell geschieht, soll damit wesentlich effizienter werden und die Bahnmitarbeitenden entlasten.
An dem Konsortium sind neben der DB und ihrer Tochter DB Cargo fünf weitere Unternehmen beteiligt: die schweizerischen und die österreichischen Güterbahnen SBB Cargo und Rail Cargo Austria sowie die Wagenhalter Ermewa, GATX Rail Europe und VTG.
Ein Förderprogramm der EU soll mit 13 Mio. Euro Unterstützung leisten. Hier seien europäische Lösungen gefordert, heisst es. Wenn die Digitale Kupplung in ganz Europa eingeführt werde, sei das eine Revolution für den Güterverkehr auf der Schiene – und eine enorme Erleichterung für die Mitarbeitenden.

Im ersten Schritt werden
zwölf Güter- und Kesselwagen von DB Cargo und GATX mit Kupplungs-Prototypen von vier verschiedenen Herstellern ausgerüstet. Danach beginnen die ersten technischen Tests, die die Auswahl eines Kupplungstypen zum Ergebnis haben. In der zweiten Phase wird ein Demonstratorzug aus 24 Güterwagen mit dem ausgewählten Kupplungstyp ausgerüstet und in Deutschland, der Schweiz, in Österreich und weiteren europäischen Ländern fahren. Die DAK wird dabei unter anderem im täglichen Einsatz in den Rangierbahnhöfen erprobt.

Ziel ist es, die Auswahl eines Kupplungstyps für eine europaweite Einführung vorzubereiten. Die DAK öffne die Tür zu einer umfassenden Automatisierung und Digitalisierung des Schienengüterverkehrs. Grundlage für eine flächendeckende Einführung ist ein abgestimmtes Vorgehen in Europa.

 

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22.7.2020