«Europa wird grosse Mengen an grünem Wasserstoff importieren müssen, um CO2-neutral zu werden», sagt der Hafen-Chef von Rotterdam. «Wir wollen Wasserstoff aus Ländern importieren, die grosse Mengen zu einem wettbewerbsfähigen Preis produzieren können». Und das gilt eben für Island.

Der Rotterdamer Hafen als Europas grösster Hafen und wichtige Energiedrehscheibe hat einen ehrgeizigen Masterplan entwickelt, mit dem er zur wichtigsten Importdrehscheibe für Wasserstoff zur Versorgung des sich wandelnden Energiekonsums in Europa werden soll. Landsvirkjun, die nationale Energiegesellschaft Islands, und der Rotterdamer Hafen haben ein Memorandum of Understanding für eine Machbarkeitsstudie zum Export «grünen Wasserstoff von Island nach Rotterdam unterzeichnet.

Das Wasserkraftwerk Ljósifoss ist etwa 70 km von Reykjavík entfernt. Die Produktion wird durch die Elektrolyse von Wasser mit erneuerbarer Energie kohlenstofffrei sein. Die kohlenstofffreie Methode zur Herstellung von Wasserstoff ist nicht weit verbreitet: Der Grossteil der weltweiten Wasserstoffversorgung wird derzeit aus Erdgas, und daher mit dem entsprechenden Kohlenstoffausstoss, bestritten. Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs in Rotterdam: «Wir erwarten, dass Wasserstoff die Stellung einnehmen wird, die Öl heute innehat, und zwar sowohl als Energieträger als auch als Rohstoff für die Industrie.»

Rotterdams Hafen schlägt mit 1200 Mitarbeitenden rund 470 Mio. Tonnen an Gütern pro Jahr um, und fertigt 30000 Hochseeschiffe sowie rund 100000 Binnenschiffe ab - darunter über den Rhein zahlreiche aus Basel.

 

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