Eigentlich hatte Corona doch «alles» zum Erliegen gebracht? Glücklicherweise nicht. Denn der Anschluss an die Seeschifffahrt, wie auch weite Teile der Logistik, erfüllten weiterhin ihre Aufgaben. So vermeldete jetzt auch der Hafen Rotterdam nur 9,1 Prozent weniger Umschlag, als in der ersten Hälfte des Jahres 2019.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 erzielte Rotterdam, über den Rhein und die Betuwe-Linie entscheidend für den Zugang der Schweiz zu den Weltmeeren, einen Umschlag von 218,9 Millionen Tonnen. Das ist zwar weniger als in der ersten Hälfte des Jahres 2019, was damals immerhin ein Rekordumschlag war. Trotz der Beeinträchtigungen durch die Covid-19-Pandemie für Wirtschaft, Produktion und Logistik blieb der Hafen aber zu 100 Prozent betriebsfähig. Ein erheblicher Rückgang war beim Umschlag von Kohle, Erzen und Mineralölprodukten, lediglich ein geringfügiger Rückgang beim Containerumschlag und eine Zunahme des Umschlags von Biomasse und LNG zu verzeichnen. Der Umsatz stieg sogar noch um 0,7 Prozent auf 360,4 Millionen Euro, der Gewinn allerdings sackte um 4,8 Prozent auf 128,4 Millionen ab.

Allard Castelein, Geschäftsführer des Hafenbetriebs Rotterdam: «Positiv ist zu vermerken, dass die im zweiten Quartal realisierten Umschlagsmengen weniger ungünstig ausgefallen sind als zu erwarten war». Öffentlich-private Investitionsprojekte sollen als Reaktion auf die Krise jetzt beschleunigt werden.(Bild: Paul Martens)



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22.7.2020