Die Suva plädiert dafür, dass E-Bike-Piloten künftig obligatorisch zum Tragen eines Kopfschutzes verpflichtet werden. Der Bundesrat strengt dieser Tage mit einer Teilrevision des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) verbesserten Schutz an.

Bislang bestand die Helmpflicht nur für E-Bikes, die schneller als 25 km/h fahren können. Darüber hinaus sollen E-Bike-Fahrer künftig auch tagsüber das Licht eingeschaltet haben. Schnelle Bikes sollen einen Tacho bekommen, um ihre Geschwindigkeit besser kontrollieren zu können.

Das sei ein wichtiger Schritt, um eine steigende Zahl schwerer Kopfverletzungen bei Velofahrenden im Strassenverkehr zu verhindern und die aktuelle Velohelmtragequote von rund 43 Prozent weiter zu erhöhen, sagt Raphael Ammann, Experte für Velosicherheit bei der Suva.

2019 trugen sechs von zehn Fahrenden auf E-Bikes einen Helm. Bei den schnellen E-Bikes waren es neun von zehn, die einen Helm trugen.Trotzdem zeigen aktuelle Zahlen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU), dass insbesondere die schweren Unfälle in den vergangenen Jahren markant zugenommen haben. Waren es 2010 noch 14 E-Bike-Fahrer, die sich im Strassenverkehr schwer verletzten, stieg die Zahl bis ins Jahr 2019 auf 355, was bedeutet, dass heute 25 Mal mehr schwere E-Bike-Unfälle passieren als vor von zehn Jahren.

 

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