Der Innovation Park Zürich in Dübendorf soll eine der Schaltstellen zwischen «Space Florida» – der Behörde des US-Bundesstaates Florida für Raumfahrtfinanzierung und -entwicklung – und ein Hub für Handel, Logistik, Forschung und Innovation zwischen Florida, der Schweiz und Liechtenstein werden.

Einer Pressemitteilung des Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein (CSA) zufolge unterzeichnen anlässlich der Paris Air Show das CSA, die Stiftung Innovationspark Zürich (IPZ) und «Space Florida», das sich in einem «Exploration Park» in Steinwurfweite zum Kennedy Space Center der NASA der Entwicklung der kommerziellen Raumfahrt verschrieben hat, ein entsprechendes Memorandum of Understanding. Ziel sei der Aufbau einer transatlantischen Kooperation zur Förderung von Handels-, Forschungs- und Innovationsaktivitäten – mit der Schweiz als Drehscheibe und dem Switzerland Innovation Park Zurich als Standort.
Flugfeld des «Exploration Park» von «Space Florida»
Die Zusammenarbeit soll sich auf Biotechnologie, Biomedizin, Robotik, Künstliche Intelligenz (KI), Data und Materialwissenschaften konzentrieren. Die Vereinbarung umfasst den Aufbau eines transatlantischen Netzwerks für Handel, Logistik, Forschung, Innovation und Bildung sowie die Nutzung der zivilen Luftfahrtinfrastruktur am Flugplatz Dübendorf. Zudem gewähren sich die Partner gegenseitig Zugang zu Infrastrukturen, Dienstleistungen, Know-how und Testeinrichtungen, darunter auch Parabelflüge ab Dübendorf. Darüber hinaus wollen die Partner grenzüberschreitende Aktivitäten erleichtern.
«Die Vereinbarung markiert den Beginn konkreter, messbarer Maßnahmen zum Aufbau eines globalen Netzwerks von Raumfahrtstandorten für Forschung, Handel, Talente und Innovation,» sagt Rob Long, Präsident und CEO von Space Florida.

Rob Long: «Gemeinsam mit unseren Schweizer Partnern bündeln wir Ressourcen, um einen nahtlosen Raumfahrt-Korridor für Innovationen zu schaffen, neue Handelsströme zu eröffnen und ein stärkeres globales Weltraum-Ökosystem mit Florida im Zentrum zu etablieren.»
Der Flugplatz Dübendorf und der Innovationspark Zürich bieten ein aktives Flugfeld mit bereits bestehenden Forschungsflügen und einen Innovationspark mit direktem Flugfeldzugang. Ausschlaggebend sind auch die im CSA gebündelten Raumfahrt- und Luftfahrtkompetenzen führender Universitäten.
Strategischer Standort
Gemäss Peter E. Bodmer, Präsident der Stiftung Innovationspark, ist die Vereinbarung für den Innovationspark Zürich und seine Entwicklung ein Meilenstein. «Das Memorandum bestätigt den Innovationspark Zürich als strategischen Standort für die Entwicklung zukunftsweisender Technologien und Ecosystems im Herzen Europas.»
Die Vereinbarung erlaubt Unternehmen und Forschungseinrichtungen Zugang zu einem Raumfahrtmarkt, der laut World Economic Forum (WEF) bis 2035 auf über 1.8 Billion USD anwachsen soll. Gleichzeitig positioniere sich die Schweiz als transatlantische Innovations- und Wirtschaftsbrücke für die New Space Economy.

Im Center for Space and Aviation Switzerland and Liechtenstein (CSA) arbeiten die Universität Zürich, Empa, Universität St. Gallen, Hochschule Luzern, die Private Universität Liechtenstein, das Fliegerärztliche Institut der Luftwaffe, die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich, das Amt für Kommunikation der Landesverwaltung des Fürstentums Liechtenstein, Swiss Skylab und das Air Force Center zusammen. Aktuell liegt der Fokus im Innovation Park Zürich auf Luft- und Raumfahrt, Robotik und Mobilität sowie Material- und Produktentwicklung.
Am 23. Juni nimmt eine gemeinsame Arbeitsgruppe ihre Arbeit auf, um die Umsetzung der Kooperation zu koordinieren. Die Auftaktsitzung findet im Hangar 4 am Innovationspark statt.
Zahlreiche Partner kooperieren
Im Hangar 4 wird gross gedacht. Unter der Leitung von Professor Oliver Ullrich wird hier, im sogenannten UZH Space Hub, ein breites Themenfeld mit Weltall-Bezug bearbeitet. Es geht um Erdbeobachtungen, die Aufschluss über die Biodiversität geben sollen. Um Transportdrohnen, die dereinst über Mond oder Mars fliegen sollen. Um das Immunsystem und in der Schwerelosigkeit entwickelte Medikamente gegen Alzheimer, Asthma oder Herzbeschwerden. Oder um aus menschlichen Stammzellen gezüchtete Körperteile, die im All heranwachsen und zurück auf der Erde eingepflanzt werden.

















