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Wasserstoff aus Ammoniak «cracken»

03. Dezember 2025

Bei künftigen Energie-Alternativen geht es nicht allein um Wasserstoff, sondern auch um Ammoniak und  Transport-Möglichkeiten für CO, das unter dem Meeresboden versenkt werden soll. «Duisport» und eine LBC Tank Terminals Group wollen am Rhein ein neues Terminal für die beiden Stoffe einrichten.

duisport ammoniak1 310 «Cracks» auf neuen Wegen. Foto: LBC


Unter anderem soll Ammoniak vor Ort gecrackt werden, um daraus Wasserstoff zu gewinnen und die  Anlage in Duisburg so ausgestattet werden, dass Ammoniak per Binnenschiff aus Vlissingen  angeliefert werden kann. Dafür ist vor Ort eine eigene Infrastruktur geplant.

Eigene Infrastruktur schaffen

Gleichzeitig soll das  Terminal als Lager für CO dienen, das aus industriellen Prozessen stammt. Ziel sei es, das CO später dauerhaft unter dem Meeresboden (Offshore Sequestrierung) speichern zu können.

duisport ammoniak bangen 310 Zuversichtlich: M.Bangen. Foto: Duisport

Jetzt also ein Memorandum zwischen duisport und der niederländischen LBC Tank Terminals Group, um gemeinsam ein neues Umschlags-Terminal zu entwickeln, das bis 2030 seinen Betrieb aufnehmen soll.  Beide Unternehmen kommunizieren, dass sie damit die Energiewende vorantreiben und die Industrie in  Europa bei der Reduzierung von CO-Emissionen unterstützen wollen.

Neues Terminal am Nordkai

In Vlissingen entwickelt LBC derzeit einen grossen Hub für den Import, die Lagerung und das Cracken von  Ammoniak. Mit dem Terminal in Duisburg-Hochfeld entstünde eine direkte Verbindung zwischen den  Niederlanden und dem Ruhrgebiet, so dass Kunden künftig Ammoniak und Wasserstoff einfach und sicher beziehen können.

duisport ammoniak2 310 Rheinkai in Duisburg-Hochfeld: Foto: Blossey / Dusiport

Der Duisburger Hafen AG (duisport) sieht sich mit 21 Hafenbecken, zehn Containerterminals und rund 200  km an Gleisen als trimodale Logistikdrehscheibe und Knotenpunkt für die Warenströme in Europa. Pro Jahr  werden über 20.000 Schiffe und 25.000 Züge abgefertigt, mehr als 100 Mio. t an Gütern und rund vier Millionen Container (TEU) umgeschlagen. Rund 300 Transport- und Logistikunternehmen haben sich  angesiedelt, etwa 52.000 Arbeitsplätze sind direkt und indirekt vom Hafen abhängig.

Nachhaltige Logistikachse

Duisport-CEO Markus Bangen sieht die Zusammenarbeit mit LBC als weiteren Schritt, den Rheinkorridor gemeinsam mit den Häfen in Rotterdam und Antwerpen als nachhaltige Logistikachse  zu stärken und die Transformation der europäischen Industrie zu ermöglichen: «Häfen sind Schlüsselakteure der Energiewende. Sie schaffen zukunftsfähige Infrastruktur und resiliente Lieferketten. Das gemeinsame Projekt mit LBC ergänzt das bereits bekannte Vorhaben zum Bau eines  Tanklagers am Rheinkai Nord und eröffnet neue Möglichkeiten für den Umschlag der Energieträger der Zukunft im Duisburger Hafen.»

www.duisport.de

www.lbctt.com








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