Stadler produziert per sofort Aluminium-Waggon-Chassis in Salt Lake City. Die Anlage ist Teil der Erweiterung des dort bereits bestehenden US-Werks, in dem Personenzüge für den US-Markt hergestellt werden. Mit der neuen 4 600 Quadratmeter grossen Halle schafft Stadler zudem 20 neue Arbeitsplätze.
Es sprühen die Funken, als Stadler am Donnerstag die moderne Schweissanlage in Betrieb nimmt und den ersten in Nordamerika geschweissten Aluminium-Wagenkasten fertigt. «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mehr als nur Züge zu bauen», sagte Martin Ritter, CEO von Stadler Nordamerika. «Wir schaffen wirtschaftliche Chancen, stärken Lieferketten und legen die Basis für eine Zukunft, in der amerikanische
Züge für Weltklasse-Qualität stehen.»
Die Realität des «Buy America Act»
Die 4‘600 Quadratmeter grosse Schweisshalle auf dem Stadler Campus in Salt Lake City schafft bis Ende 2026 bis zu 20 neue Arbeitsplätze für lokale Schweisser und Techniker. Während der Anlaufphase unterstützen die besten Schweiss-Experten von Stadler aus dem Kompetenzzentrum in Ungarn den Standort in Salt Lake City. Sie geben ihr Know-How weiter und gewährleisten einen nahtlosen Wissenstransfer.
Fotos: Stadlerrail
Die Positionierung ist eines der Ergebnisse des «Buy America Act», der den Bahnhersteller bereits seit 2016 verpflichtet, mindestens 70 Prozent der Wertschöpfung nachweislich in den USA zu erbringen, wenn US-Steuergelder Teil der Finanzierung sind. Mit der neuen Schweissanlage und der Wagenkastenproduktion stärkt Stadler seine lokale Wertschöpfung in den USA weiter und erhöht diese auf rund 80 Prozent.Von den restlichen 20 Prozent stammt bereits heute ein Grossteil der Zulieferungen aus Europa, mit dem tieferen Zollsatz von 15 Prozent. Stadler analysiert zurzeit sämtliche Lieferketten mit dem Ziel, den Anteil der unter die hohen Strafzölle fallenden Komponenten weiter zu reduzieren.
Lokale Ambitionen
Zur feierlichen Inbetriebnahme waren lokale Amtsträger, Gemeindevorsteher und Teammitglieder geladen. Die Bürgermeisterin von Salt Lake City, Erin Mendenhall, lobte Stadlers Engagement für die lokale Wirtschaft und die Bevölkerung: «Diese Anlage ist ein leuchtendes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn globales Fachwissen auf lokale Ambitionen trifft», so Erin Mendenhall. «Mit der Eröffnung dieser neuen Schweisshalle werden Wagenkasten vor Ort hergestellt. Das bedeutet Arbeitsplätze, Innovation und eine nachhaltigere Zukunft.»

















