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Das Online-Magazin für die Schweiz, die EU und den Rest der Welt


26. Januar 2026

Die Nürnberger Messe, eine der 15 grössten Plattformen der Welt und in der Logistik vor allem durch die  «Fachpack», die im Turnus erst in 2027 wieder an der Reihe ist, eine bekannte Hausnummer, hat 2025 mit  350 Mio. Euro ein überraschendes Plus eingefahren. Ein gutes Zeichen für eine Trendwende in Krisenzeiten?

25. Januar 2026

Einen überaus reichhaltigen Fundus an Einschätzungen und Erfahrungswerten hat das DLR-Cargobike- und Leichtfahrzeug-Projekt, dessen Ergebnisse – wie angekündigt - am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurden, für den Einsatz von  Lastenrädern und elektrischen Leichtfahrzeugen in der Citylogistik zutage gebracht.

24. Januar 2026

Wertvolle Ergänzung zur «Logistics & Automation», die am 28. / 29. Januar wieder in Bern stattfindet, sind  die «Logistics Talks», die am ersten Tag der Messe traditionell mit dem Gewinner des Swiss Logistics  Award (in 2025 die Shiptec AG) starten, und sich mit zahlreichen Fachbeiträgen fortsetzen.

22. Januar 2026

In der Westfalenhalle bildet das «Test Camp Intralogistics» den Rahmen für den IFOY-Award und den Materialfluss-Kongress 2026. Dazu gehören Staplertests, Exoskelette, Lagertechnik, Logistikroboter und  Systeme auf dem Prüfstand. Und jetzt auch ein «Go-To Market-Programm» der Wirtschaftsförderung.

21. Januar 2026

Bereits 2008 hatte Kardex Mlog für Moers Frischeprodukte ein automatisches Hochregallager errichtet. Jetzt musste aufgrund der weiter steigenden Nachfrage ein weiteres Mal ausgebaut werden. Mit einem weiteren, 44 m hohen HRL für mehr als 17.000 Palettenstellplätze sowie einem Kommissionier- und Versandzentrum. Und nicht nur das.

21. Januar 2026

Ein neuer Traigo80 Elektro-Gegengewichtsstapler mit bis zu 5 t Tragfähigkeit, eine neue Tracto-Baureihe (elektrischer Fahrersitz-Schlepper) mit bis zu 10 t Zuglast, und weiterentwickelte Optio Niederhub-Kommissionierer sollen bei Toyota Material Handling zur LogiMAT (24. bis 26.März) im Mittelpunkt stehen.

20. Januar 2026

Das WEF in Davos wird aufmerksam von global agierenden Logistikern verfolgt. Sultan Ahmed bin Sulayem, CEO von DP World, zitiert zudem aus dem Outlook-Report seines Unternehmens, dass 39 % von 3500 befragten Logistikexperten Lager- und Logistikzentren für entscheidende Faktoren im Welthandel halten.

20. Januar 2026

Die nächste im Rahmen der deutschen Logistics Hall of Fame stattfindende internationale Konferenz zur Logistischen Unterstützung von Humanitärer Hilfe, die sogenannte «ConnectChains», findet 2026 im Vienna Airport Center am Flughafen Wien statt. Es werden 20 Referentinnen und Referenten aus Europa, Afrika, Asien und den USA erwartet.

20. Januar 2026

Das Ergebnis ist nicht sonderlich überraschend: Eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) kommt zu dem Schluss, dass sich der Einsatz von Cargobikes lohnt - «wenn sie optimal ausgewählt und eingesetzt werden».

20. Januar 2026

Staplerhersteller Clark forciert weiterhin den Ausbau seines bestehenden Vertriebsnetzes innerhalb von Europa durch qualifizierte Partner. Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 wird Pagát Gold exklusiver Vertriebspartner für Clark Flurförderzeuge und Dienstleistungen in Ungarn.



Reichhaltiger Fundus aus DLR-Leichtfahrzeug-Studie


WAGNER Schweiz AG






Reichhaltiger Fundus aus DLR-Leichtfahrzeug-Studie

25. Januar 2026

Einen überaus reichhaltigen Fundus an Einschätzungen und Erfahrungswerten hat das DLR-Cargobike- und Leichtfahrzeug-Projekt, dessen Ergebnisse – wie angekündigt - am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurden, für den Einsatz von  Lastenrädern und elektrischen Leichtfahrzeugen in der Citylogistik zutage gebracht.

Dazu wurden Daten von über 100.000 gefahrenen Kilometern ausgewertet, die von Unternehmen  und Transport-Anbietern mit diesen Fahrzeugen zurückgelegt wurden. Das Ergebnis laut dem  Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und mehr als 40 Unternehmen aus Handwerk, Gewerbe und Logistik: Die Fahrzeuge, einschliesslich der elektrischen Leichtfahrzeuge, die unter dem Kürzel LEV rangieren, rechnen sich für Geldbeutel und Klima – wenn sie richtig eingesetzt werden.

Den Rahmen anpassen

Die Forschenden identifizierten sechs Punkte, die in der Praxis ausschlaggebend für den Erfolg waren bzw. sind. Online stehen seit einigen Tagen auch eine Checkliste für die Einführung und ein Tool bereit, um die Rentabilität zu berechnen.  Nach einer Projektlaufzeit von vier Jahren war die Antwort nun ein klares Ja zu Lasten-Velos und LEVs. Sowohl wirtschaftliche Gründe als auch Vorteile für die Menschen in Städten, das Klima und die Umwelt sprächen für ihren Einsatz. Wichtig sei, dass die eingesetzten Fahrzeuge den individuellen betrieblichen Anforderungen angepasst werden.

DLR cargobike3 310 Fotos: DLR

Das DLR-Team verfolgte die Fahrzeug-Bewegungen mit seiner mobilen Grossanlage  «MovingLab» und führte zahlreiche Interviews mit den Nutzenden. So konnten die Forschenden  detaillierte Erkenntnisse darüber gewinnen, wann und warum der Einsatz dieser Fahrzeuge  erfolgreich sei – und welche Hürden es gibt.

Sechs Punkte für den Umstieg

«Unsere Daten zeigen, dass solche Fahrzeuge für Unternehmen wirtschaftlich sehr interessant sein  können. Gleichzeitig haben sie grosses Potenzial, unsere Städte von Verkehrslärm, schädlichen  Emissionen und Überlastung zu befreien. Sie sind aber keine Selbstläufer und müssen für jedes  Unternehmen individuell ausgewählt und eingesetzt werden», fasst Johannes Gruber, Leiter des Projekts am DLR-Institut für Verkehrsforschung in Berlin zusammen. «Zum ersten Mal haben wir  wissenschaftlich fundiert herausgearbeitet, was dabei die Erfolgsfaktoren sind, um Lastenräder und  elektrische Leichtfahrzeuge dauerhaft in die Flotten von Unternehmen zu integrieren und zum Beispiel Pkw oder kleine Transporter zu ersetzen.»

DLR Cargobike results3 310

Die Auswertung der Fahrtdaten und Interviews mit den Unternehmen ergab ein klares Muster:  Firmen, die auch nach dem Test weiter auf Lastenräder und LEV setzten, haben einander ähnelnde  Erfahrungen gemacht. Aus den «Best Practice»-Beobachtungen fasste das DLR eine Praxis-Checkliste mit sechs Punkten zusammen.

  1. Umsetzung als Transformationsprojekt: Lastenräder und LEV sind für die meisten Unternehmen neue Fahrzeugkategorien und benötigen die Bereitschaft zu Veränderungen. Viele Prozesse müssen angepasst,  der Wandel muss aktiv gestaltet werden.
  2. Konkrete Szenarien festlegen: Im Projekt erfolgreiche Unternehmen hatten sich genau überlegt, für welche Fahrten sie die Testfahrzeuge nutzten – oder waren kreativ, neue Einsatzbereiche im laufenden Betrieb zu entdecken. Dabei half die Analyse der Fahrtprofile: Entweder konnten bestehende Fahrten eins zu eins auf Lastenräder und LEV verlagert werden oder sie wurden geschickt mit vorhandenen  Transportern kombiniert. (…) Der Bereich zwischen acht und 18 Tages-Kilometer war besonders erfolgreich.
  3. Vorteile gezielt nutzen: Dazu gehören: das Vorbeifahren am Stau, das Nutzen von Abkürzungen, der Wegfall der Parkplatzsuche und kürzere Fusswege am Zielort. Die daraus resultierende Zeitersparnis hat es  einigen der teilnehmenden Unternehmen ermöglicht, mehr Aufträge pro Tag zu erledigen.
  4. Alle Ebenen einbinden: Die Begeisterung der Mitarbeitenden für dies Fahrzeuge war ein elementarer Faktor. Dafür sollten sie möglichst früh eingebunden werden und Mitsprache bei der Auswahl der Fahrzeuge haben. 
  5. Probefahrten im Berufsalltag: Ob ein konkretes Fahrzeugmodell passt, hänge von vielen Faktoren ab: zum Beispiel den zu  transportierenden Gütern, der Reichweite der Batterie oder dem Fahrgefühl. Nur mit Probefahrten im Berufsalltag lasse sich die Eignung herausfinden.
  6. Vorteile individuell berechnen: Aufgrund ihrer niedrigen Betriebskosten – im Vergleich zu konventionellen Kraftfahrzeugen – eignen sich Lastenräder dazu, eine bestehende Flotte zu ergänzen, vor allem aber als Ersatz für  gering ausgelastete kleinere Transporter oder Pw. Wenn ein Bestandsfahrzeug durch ein Lastenrad ersetzt wird, sind jährliche Einsparungen im drei- bis vierstelligen Bereich möglich.

 

DLR cargobike1 310

«Was uns überrascht hat, war die grosse Bandbreite an Faktoren, wann für ein Unternehmen ein  Nutzungsszenario ein voller Erfolg war: Manche Unternehmen nutzten das Lastenrad täglich mit  Fahrleistungen von 30 Kilometern und mehr. Andere Betriebe waren mit vier Kilometern am Tag  oder auch nur einem Einsatztag pro Woche bereits vollauf begeistert», sagt DLR-Forscher Gruber. 

Online-Rechner

Für Unternehmen stellt das DLR umfassendes Material zur Verfügung, um wirtschaftlich tragfähige Entscheidungen bei Anschaffung und Einsatz von Lastenrädern und LEV treffen zu können: Ein Online-Rechner ermöglicht es, die Kosten von Lastenrädern und LEV mit konventionellen  Fahrzeugen zu vergleichen. Dieses Tool berücksichtigt auch Unterschiede bei Geschwindigkeiten, Betriebskosten, Lohnkosten und den CO2 Ausstoss.

DLR cargobike4 310

Die nun vorgelegte Langzeitstudie «Ich entlaste Städte 2» baute auf den Erkenntnissen eines vorangegangenen Projekts «Ich entlaste Städte (1)» auf, das von 2017 bis 2020 als grösster Lastenrad-Test Europas Erkenntnisse aus vielfältigen Einsatzszenarien sammelte.

www.lastenradtest.de

 

 

 




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