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17 Nominierte im IFOY-Finale
29. Januar 2026
13 Produkte und Lösungen aus acht Nationen ziehen beim Intralogistik-Wettbewerb IFOY ins Finale 2026 ein. Vier Unternehmen werden sich als «Start-up of the Year» beim Test Camp Intralogistics in der Dortmunder Westfalenhalle dem Urteil der internationalen Jury und dem Audit der Experten stellen.
Die «Erste Geige» im Orchester
27. Januar 2026
In mehrfachem Sinne betrachtet Johannes Meißner, technischer Geschäftsführer des Automatisierungs-Anbieters Witron, die Funktion moderner Warenlager als «integralen Bestandteil» der Supply Chain des Kunden. Und zielt wie bei Jumbo in Nieuwegein zugleich auf harmonische Abläufe.
E-Projekte auf dem Prüfstand
26. Januar 2026
Neue Projekte entschlossener angehen – nicht zielführende schneller beenden. Auf diesen Nenner lassen sich die vorläufigen Zahlen für 2025 des Technologiekonzerns ZF Friedrichshafen am Bodensee bringen. Im Zuge der Restrukturierung bei Elektro-Antrieben sollen mehrere Projekte vorzeitig beendet werden.
Robustes Messegeschehen
26. Januar 2026
Die Nürnberger Messe, eine der 15 grössten Plattformen der Welt und in der Logistik vor allem durch die «Fachpack», die im Turnus erst in 2027 wieder an der Reihe ist, eine bekannte Hausnummer, hat 2025 mit 350 Mio. Euro ein überraschendes Plus eingefahren. Ein gutes Zeichen für eine Trendwende in Krisenzeiten?
Reichhaltiger Fundus aus DLR-Leichtfahrzeug-Studie
25. Januar 2026
Einen überaus reichhaltigen Fundus an Einschätzungen und Erfahrungswerten hat das DLR-Cargobike- und Leichtfahrzeug-Projekt, dessen Ergebnisse – wie angekündigt - am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurden, für den Einsatz von Lastenrädern und elektrischen Leichtfahrzeugen in der Citylogistik zutage gebracht.
«Logistics Talks» unter Experten
24. Januar 2026
Wertvolle Ergänzung zur «Logistics & Automation», die am 28. / 29. Januar wieder in Bern stattfindet, sind die «Logistics Talks», die am ersten Tag der Messe traditionell mit dem Gewinner des Swiss Logistics Award (in 2025 die Shiptec AG) starten, und sich mit zahlreichen Fachbeiträgen fortsetzen.
Wirtschaftsförderung für Intralogistik-Testcamp
22. Januar 2026
In der Westfalenhalle bildet das «Test Camp Intralogistics» den Rahmen für den IFOY-Award und den Materialfluss-Kongress 2026. Dazu gehören Staplertests, Exoskelette, Lagertechnik, Logistikroboter und Systeme auf dem Prüfstand. Und jetzt auch ein «Go-To Market-Programm» der Wirtschaftsförderung.
Hochregallager für alte Bekannte
21. Januar 2026
Bereits 2008 hatte Kardex Mlog für Moers Frischeprodukte ein automatisches Hochregallager errichtet. Jetzt musste aufgrund der weiter steigenden Nachfrage ein weiteres Mal ausgebaut werden. Mit einem weiteren, 44 m hohen HRL für mehr als 17.000 Palettenstellplätze sowie einem Kommissionier- und Versandzentrum. Und nicht nur das.
Neue Denkansätze bei Toyota
21. Januar 2026
Ein neuer Traigo80 Elektro-Gegengewichtsstapler mit bis zu 5 t Tragfähigkeit, eine neue Tracto-Baureihe (elektrischer Fahrersitz-Schlepper) mit bis zu 10 t Zuglast, und weiterentwickelte Optio Niederhub-Kommissionierer sollen bei Toyota Material Handling zur LogiMAT (24. bis 26.März) im Mittelpunkt stehen.
Transportbranche beim World Economic Forum
20. Januar 2026
Das WEF in Davos wird aufmerksam von global agierenden Logistikern verfolgt. Sultan Ahmed bin Sulayem, CEO von DP World, zitiert zudem aus dem Outlook-Report seines Unternehmens, dass 39 % von 3500 befragten Logistikexperten Lager- und Logistikzentren für entscheidende Faktoren im Welthandel halten.
Die «Erste Geige» im Orchester
WAGNER Schweiz AG
Die «Erste Geige» im Orchester
27. Januar 2026
In mehrfachem Sinne betrachtet Johannes Meißner, technischer Geschäftsführer des Automatisierungs-Anbieters Witron, die Funktion moderner Warenlager als «integralen Bestandteil» der Supply Chain des Kunden. Und zielt wie bei Jumbo in Nieuwegein zugleich auf harmonische Abläufe.
J.Meißner
Ein interessantes Konzept, das auch dezentrales Gedankengut einbezieht. Seit Mitte 2024 betreibt der zweitgrösste niederländische Lebensmitteleinzelhändler Jumbo das hochautomatisiertes Frische-Logistikzentrum im niederländischen Nieuwegein, das den Takt der gesamten Supply Chain mitbestimmt, ohne dabei die Führungsposition einzunehmen.
Logistikzentren neudefiniert
Jumbo und Witron präsentieren in dem dortigen National Distribution Center ein Konzept, das ihrer Ansicht nach moderne Logistikzentren neu definiert. Die Schwerpunkte liegen auf Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Agilität. Die 40.000 Quadratmeter grosse Anlage versorgt über 725 Filialen in den Niederlanden und Belgien mit fast 3000 verschiedenen Frische- und Ultrafrische-Artikeln. Das Sortiment umfasst Milchprodukte, eine grosse Auswahl an Käse, Fleischprodukten, Tapas, Salaten, gekühlten Getränken und vieles mehr.
Fördertechnik komplett vernetzt
Täglich können dort bei einer Umgebungstemperatur von +2 Grad Celsius mit den Modulen Order Picking Machinery OPM (30 Case Order Maschinen COM), All-in-One (AIO) und Car Picking System (CPS) über 1 Million Einheiten kommissioniert werden. Darüber hinaus optimiert ein vollautomatischer Warenausgangspuffer den Versand der filialgerecht geschlichteten Rollcontainer in die Märkte.
Der «wahre Taktgeber»
Das Frische-Verteilzentrum ist bereits das zweite Projekt, das Jumbo gemeinsam mit Witron erfolgreich umgesetzt hat. Vorausgegangen war ein leistungsstarkes Trockensortiments-Verteilzentrum, in dem mit OPM (31 COM-Maschinen), DPS und CPS aus einem Sortiment von 14.300 Artikeln an einem Spitzentag bis zu 565.000 Handelseinheiten kommissioniert werden können.
All-in-One (AIO)
Der niederländische Handelskonzern Jumbo sah sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die den Bau einer der ambitioniertesten Logistik-Plattformen Europas erforderlich machten. Dazu zählten der zukünftig erwartete Arbeitskräftemangel, wachsende Sortimente im Trocken- und Frische-Bereich, steigende Anforderungen der Konsumenten – vor allem an Frische-Produkten – und die Geschwindigkeit, mit der Kunden über die Filialen und den Online-Shop auf die Waren zugreifen möchten.
Mechanik und IT aus einer Hand
Das hochautomatisierte Frische-Logistikzentrum in Nieuwegein, das von Witron als Lifetime-Partner geplant und umgesetzt wurde, bildet heute das Herzstück einer Supply Chain, die stärker vernetzt, agiler und näher am Kunden sein soll als je zuvor. Der Konsument, heisst es, sei «der wahre Taktgeber».
Verteilzentrum in Nieuwegein
So ist das Zentrallager für Frischwaren (CDC) nun auf eine Spitzenkapazität von mehr als 1.06 Mio. Kommissionier-Einheiten pro Tag ausgelegt. Gemäss dem Gesamtkonzept ist eine modulare Erweiterung für zukünftiges Wachstum bereits vorgesehen. Alle Logistikbereiche sind durch ein Fördertechniknetzwerk miteinander verbunden, das mehr als 670.000 Paletten-, Tray- und Behälterstellplätze sowie 120 Regalbediengeräte umfasst. Gesteuert wird alles durch ein hochfunktionelles Lagerverwaltungssystem. Sämtliche IT- und Mechanik-Komponenten wurden von Witron entwickelt, hergestellt und in Betrieb genommen.
Neue Rolle des Warenlagers
Insbesondere im Ultra-Fresh-Bereich ist eine genaue Zeitplanung von entscheidender Bedeutung. Temperatur, Tagesgeschäft und Wettereffekte sind Faktoren, die unmittelbar das Volumen beeinflussen. «Agilität bedeutet für uns, sehr schnell auf veränderte Bedarfe reagieren zu können. Wenn sich das Wetter ändert, verändert sich die Nachfrage. Darauf müssen wir reagieren können», erklärt de Jong. «Die Frische der Produkte muss den Verbraucher unmittelbar auf dessen Esstisch erreichen – und nicht im Lager liegen.»
Karel de Jong
«Das Warehouse ist heute kein autarker Block mehr, sondern ein verbundenes Organ im Supply- Chain-«Orchester», sagt Johannes Meißner: «Das DC ist kein separates System mehr, sondern ein integraler Bestandteil des Organismus unserer Kunden. Nur so lassen sich Supply Chains wirklich optimieren.» Dadurch wandelt sich die Funktion des Lagers von der reinen Verdichtung und Pufferung hin zu einem massgebenden Steuerungsinstrument. Karel de Jong: «Das DC ist aber nicht der Dirigent. Der Dirigent ist der Kunde.» Sinnbildlich bezeichnet er das Warehouse als «erste Violine« in einem harmonierenden Supply-Chain-Orchester – wichtig, führend, tonangebend, aber nicht übergeordnet.
Technologie im XXL-Format
Die Logistik-Drehscheibe Nieuwegein ist mit dem Trocken- und Frische-Verteilzentrum in Summe eines der grössten Witron-Projekte weltweit. Sie verfügt über mehr als 60 COM-Maschinen, über 1,1 Mio. Stellplätze für Paletten, Trays und Behälter, rund 200 Regalbediengeräte und eine maximale Auslegung von 1,6 Mio. Picks pro Tag. Die Oberpfälzer setzen mit OPM, AIO, CPS und dem Warenausgangspuffer auf bewährte Technologie.
Pick-by-Light
Alle Artikel werden auf Rollcontainern an die Filialen geliefert, daher ist ein reibungsloses Zusammenspiel der Subsysteme unerlässlich, um eine maximale Konsolidierung und Verdichtung sicherzustellen. Wie de Jong es formuliert: «Der Schlüssel liegt nicht in der nächsten Maschine. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem exakt abgestimmten Gesamtkonzept mit einer wichtigen Rolle für die Anlagen-Bediener und dem Schichtleiter-Team.»
Gute Einführung im Team
Nach Unternehmens-Angaben konnten sich die Jumbo-Mitarbeitenden sehr gut auf ihre neuen Aufgaben vorbereiten – weg von manuellen Prozessen, hin zu einem automatisierten Produktions-Betrieb. In Abstimmung mit Witron war es möglich, sich zukünftige Tätigkeiten in von Witron realisierten Anlagen im Detail anzuschauen und sich mit Anwendern darüber auszutauschen. «Aufgrund der Vielzahl in Europa, Nordamerika und Australien realisierten Projekte können wir unsere Kunden bei dem wichtigen Thema «Change Management» umfangreich unterstützen», ergänzt Meißner.
Laufwege minimiert
Jumbo führte mit dem Jumbo Production System (JPS) Lean-Prinzipien ein, darunter Shopfloor- Transparenz, Schicht-Stand-Ups und die weitestgehend eigenständige Problemlösung durch die Mitarbeitenden. Einmal täglich findet im Zentrum des DCs ein zentrales Steuerungsmeeting statt – nicht im Büro, sondern mitten auf der Fläche. «Hier analysieren die Kollegen den vergangenen Tag und besprechen nochmal die Aufgaben und Ziele der kommenden Schicht. Wenn diese halbe Stunde gut läuft, wird es ein guter Tag«, sagt de Jong.
Ganzheitlich auf Kurs
Jumbo sieht in der Supply Chain eine End-to-End-Netzwerkstruktur statt einer Sammlung einzelner Lager. Die Integration von Filialen, die Vernetzung mit Lieferanten, die Optimierung der Transportwege und die Automatisierung – auch im E-Commerce, der heute noch manuell läuft – sind wesentliche Bestandteile der zukünftigen strategischen Ausrichtung. Johannes Meißner: «Die Automatisierung war das Fundament. Nun beginnt die Phase der ganzheitlichen Optimierung.»
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