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12. Januar 2026

Der Aufsichtsrat der Kion Gruppe (Linde MH, Still, Baoli u.a.) hat die Amtszeit von Finanzvorstand Christian Harm bis 2029 verlängert. «Er hat seit 2023 Schlüsselprojekte mit vorangetrieben», so Aufsichtsrats-Chef Mohsen Sohi, «und massgeblich zur resilienten Entwicklung des Unternehmens beigetragen.»

12. Januar 2026

Bereits seit einiger Zeit hat sich Serge Frech in einer erfolgreichen Einführungsphase mit den Geschäften der Swiss Logistics (ASFL SVBL) befasst – nun hat er mit Januar die Geschäftsführung von Beat M. Duerler  übernommen. Duerler bleibt vorerst Präsident des Berufsbildungs-Verbandes.

09. Januar 2026

Dematic stellt auf der Logistics & Automation am 28. / 29. Januar in Bern sein flexibles Automations-Portfolio mit Lösungen für Neukunden und zur Erweiterung bestehender Anlagen, seine autonomen mobilen Roboter (AMR)-, AutoStore-Systeme sowie Paletten-Shuttles vor.

09. Januar 2026

Zalando nennt es «eine schwierige, aber notwendige Entscheidung»: das Logistikzentrum im deutschen Erfurt soll bis Ende September geschlossen werden. Über mehr als zehn Jahre hinweg leisteten dort 2700 Mitarbeitende einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Jetzt wird umstrukturiert.

08. Januar 2026

Staplerhersteller Still ruft Logistikunternehmer – aufgrund breiten Portfolios hauseigener Lösungen für die betreffenden Fälle – zum Auftakt des neuen Jahres dazu auf, ihre Fahrzeugflotten effizient zu betreiben und Einsparungs-Potenziale bestmöglich zu nutzen. Im Fall des Falles natürlich auch gern KI-gestützt.

08. Januar 2026

Das 90jährige Jubiläum des Spezialisten für Materialfluss-Lösungen Beumer und das 20jährige seiner  Präsenz in China fallen nicht nur zusammen. Ende 2025 ging im chinesischen Taicang zugleich eine neue, hochmoderne Produktionsstätte in Betrieb, die die Produktionskapazitäten von Beumer global erweitern soll.

07. Januar 2026

Am 28. / 29.Januar präsentiert die «Logistics & Automation» erneut künftige Wege der Unternehmens-Logistik. Veranstalter Easyfairs im Gespräch (Teil 3) mit Peter Spycher, Präsident des Verbands Intralogistik, über die führende Schweizer Plattform für (Intra-)Logistik, Fördertechnik und Lagerautomation.

07. Januar 2026

SSI Schäfer realisiert für den französischen Pharmahändler CERP als Greenfield-Projekt mit hohem Automatisierungsgrad ein hochdynamisches Lager mit einem Shuttle System und über 90.000 Lagerplätzen  als Herzstück, zwei Piece Picking Robots, drei Pick Stations und über 2900 Produktkanälen.

22. Dezember 2025

Bruno Jacques ist neuer CEO von Yusen Logistics Healthcare (Europe) sowie Vize-Geschäftsführer von Yusen Logistics Europe. Er kam 2018 als Geschäftsführer von Yusen Logistics Benelux und Nordics zu  Yusen Logistics, anfang 2024 wurde sein Aufgabenbereich auf Deutschland und die Schweiz ausgeweitet.

22. Dezember 2025

Auf «Ucome» (Used Cooking Oil Methylester) lautet die Formel für Rest- und abfallstoffbasierten  Biodiesel, der von namhaften Anbietern mit einem CO-Einsparungspotenzial von über 90% gegenüber fossilem Diesel angegeben wird. DHL und CMA CGM wollen den Einsatz des Biokraftstoffs nun forcieren.



SEV im Clinch mit SBB Cargo


WAGNER Schweiz AG






SEV im Clinch mit SBB Cargo

20. Mai 2025

Grundlegend neu ausrichten will die SBB ihren Güterverkehr. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV fordert unterdessen von SBB Cargo, auf einen angekündigten Personalabbau zu verzichten. Bis Ende Jahr sollen weitere 72 Stellen entfallen. Insgesamt soll bis 2030 von 2120 Stellen ein Fünftel der Belegschaft abgebaut werden.

SEV SBB Cargo Kahlschlag Cadenazzo 310

Die SBB selbst beschäftigt insgesamt 35 500 Mitarbeitende, nach Unternehmens-Angaben knapp 3000 mehr als in 2019. Die SBB kündigte gestern an, den Schienengüterverkehr grundlegend neu auszurichten und seine Kosten bis 2033 um 60 Mio. Franken pro Jahr senken zu wollen.

SBB Cargo Schweiz versorgt mit Einzelwagenladungsverkehr, Ganzzügen und dem kombinierten Verkehr (KV) die ganze Schweiz mit Gütern klimafreundlich auf der Schiene. Im KV werden Ladeeinheiten wie Container auf längeren Strecken per Bahn und auf kürzeren Strecken auf der Strasse transportiert. Hier baut die SBB per 2026 die erste Verbindung gemäss dem Konzept «Suisse Cargo Logistics» auf. Mit dem Shuttle auf der stark nachgefragten Nord-Süd-Achse werde diese Verbindung zwischen Dietikon (ZH) und Stabio (TI) quer durch die Alpen gestärkt und das neue Angebot getestet.

Streichkonzert bei den Terminals

Auf der Ost-West-Achse fehlen derzeit Express-Trassen für den Güterverkehr und eine passende Terminal-Infrastruktur für einen solchen Testbetrieb. Acht KV-Terminals der SBB, die nicht rentabel betrieben werden können, werden nicht mehr bedient: Oensingen, Basel, Gossau, Widnau, Renens, St. Triphon, Cadenazzo und Lugano. Der Güterumschlag von der Strasse auf die Schiene ist weiterhin an Terminals Dritter möglich. Damit stabilisiert die SBB den aufwändigen und gemäss den Vorgaben des Bundes profitabel zu betreibenden KV finanziell. Aktuell fährt sie hier, wie im defizitären Einzelwagenladungsverkehr, jährlich ein zweistelliges Millionendefizit ein.

Bewährt sich der Testbetrieb zwischen Dietikon (ZH) und Stabio (TI), soll das Angebot im KV langfristig gemäss dem 2022 vorgestellten Konzept «Suisse Cargo Logistics» auf der Ost-West-Achse ausgebaut und die erforderliche Infrastruktur, wie zum Beispiel das trimodale Terminal Gateway Basel Nord, vorangetrieben werden.

SEV SBB Cargo Kahlschlag2 310Fotos: SBB

Der Fokus im KV auf die Nord-Süd-Verbindung und die Einstellung der unrentablen Transitzüge, von DB Cargo (sog. Partnerzüge), haben Auswirkungen auf die Mitarbeitenden. Bis Ende 2025 baut SBB Cargo Schweiz nach einem bereits kommunizierten Abbau von Stellen in der Verwaltung schweizweit zusätzlich rund 65 Vollzeitstellen im operativen Bereich ab. Mehrheitlich vom Stellenabbau betroffen ist das Lokpersonal, Rangierpersonal und das technische Kontrollpersonal der Güterzüge.

Die Gewerkschaft SEV befürchtet, dass nach dem Abbau zahlreiche Fachleute mit wertvollem Know-how fehlen werden. Das führe dazu, dass bei SBB Cargo in Kürze die Produktion nicht mehr vernünftig funktionieren könne. Alternativen zum Abbau sind möglich: Personal mit zu wenig Einsatzmöglichkeiten könne beispielsweise vorübergehend an andere Unternehmen verliehen werden, vor allem innerhalb des SBB-Konzerns. Ansonsten drohte SBB Cargo langfristig ein Fachkräftemangel.
«Die geplante Reduktion und Vereinfachung des Angebots führt mittelfristig kaum zu wirtschaftlichem Erfolg. So kann die zwingend erforderliche Verlagerung des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene nie gelingen», warnt Philipp Hadorn, der für SBB Cargo verantwortliche Gewerkschaftssekretär beim SEV. 

Stärken statt Schwächen 

Im März habe das Parlament ein Gütertransportgesetz verabschiedet, das den Schienengüterverkehr langfristig stärken soll. Um die klimapolitischen Ziele der Schweiz zu erreichen, müsse es gelingen mehr Güter von der Strasse auf die Schiene zu verlagern. Der im Moment noch unrentable Einzelwagenladungsverkehr werde vom Bund weiterhin finanziell gefördert. Ebenfalls keinen Sinn mache es für den SEV, dass RALpin, bei der SBB Cargo beteiligt ist, kürzlich angekündigt hat die RoLa (Rollende Landstrasse) bereits auf Ende 2025 einzustellen. Der SEV befürchtet, dass ein Grossteil der jährlich bis zu 100'000 verladenen LKW die Schweiz künftig auf der Strasse durchqueren.

www.sev-online.ch

www.sbb.ch




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