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HVO als Überbrückungs-Technologie

Die Elektrifizierung von Grossstaplern schreitet voran, sagt Rob Maris, Strategie-Manager bei Hyster. Aber für die «ganz grossen Stapler» sei die Batterie- und Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie einfach noch nicht verfügbar. Jetzt will auch Hyster die Lücke mit umweltfreundlicheren Kraftstoffen wie HVO 100 überbrücken.

Eher schlaglichtartig, wie auch bei Linde MH, tauchten in zurückliegender Zeit des Öfteren Hinweise auf Hydrotreated Vegetable Oil (HVO) auf: hydriertes Pflanzenöl, ein paraffinhaltiger, biobasierter Flüssigkraftstoff, der aus Pflanzenölen wie Raps, Sonnenblumen oder Soja sowie tierischen Fetten gewonnen wird. Jetzt bricht auch Hyster die Lanze für HVO 100 gemäss EN15940 als neue Kraftstoffoption für Grossstapler. Als Alternative zu Diesel kann HVO 100 die Treibhausgasemissionen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Das hilft Unternehmen, ihre CO₂-Bilanz zu verbessern.

Gutes Argument ist zudem, dass HVO In herkömmlichen Dieselmotoren pur oder auch als Beimischung zu konventionellem Dieselkraftstoff verwendet werden kann, ohne wesentliche Änderungen am Kraftstoff-System vornehmen zu müssen. Aufgrund des Ethanolgehalts können zwar geringfügige Änderungen erforderlich sein. Für den Einsatz von HVO 100 in Hyster Gross- und Leercontainerstaplern sowie Reachstackern stellt der Flurförderzeughersteller jetzt vorausschauend auch ein Aftermarket-Set zur Verfügung.

Fotos: Hyster

Mit diesem Nachrüstsatz können Flurförderzeuge laut Hersteller die Emissionsrichtlinien der Stufen III bis V erfüllen. Sowohl Neufahrzeuge ab Werk als auch bestehende Fahrzeuge vor Ort können nachgerüstet werden. Im Kraftstoffsystem ersetzen Dichtungen aus Fluorkautschuk die Dichtungen aus Nitrilkautschuk. Der fluorierte Synthesekautschuk auf Kohlenstoffbasis weist eine höhere Beständigkeit gegen die Einwirkung von Ethanol auf. Kraftstoffleitungen und andere Bauteile in Hyster-Staplern seien hingegen bereits sehr beständig gegen die Langzeiteinwirkung von HVO 100.

Im Vergleich zu herkömmlichem Diesel könne HVO 100 den Kraftstoffverbrauch je nach Einsatz und Arbeitszyklus um bis zu sechs Prozent senken. Gleichzeitig habe HVO 100 keine negativen Auswirkungen auf bestehende Technologien, die die Emissionen von Gabelstaplern reduzieren. Dazu gehören unter anderem der Diesel-Oxidationskatalysator (DOC), der Diesel-Partikelfilter (DPF) oder die selektive katalytische Reduktion (SCR).

Rob Maris: «Für Unternehmen, die ihren CO₂-Fussabdruck reduzieren und sich gleichzeitig der Elektrifizierung nähern wollen, das eine Überbrückungsoption sein.»

www.hyster.com



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