Am Bergisel in Innsbruck ist die Ski-Schanze für olympische Medaillen bekannt. Jetzt wird die Logistiksparte von Hörmann für den Sportartikel-Händler SportOkay in der Tiroler Landeshauptstadt eine AutoStore-Anlage einrichten, die - quasi in Sichtweite - im Endausbau mit 44 Robotern 8000 Picks pro Tag schaffen soll.

Das e-Commerce Unternehmen bietet als Spezialist für alpine Bekleidung und Sportausrüstung im Onlineshop über 200 Top-Marken an. Der Online-Händler wirbt unter anderem mit der 3D-Ansicht, mit der Kunden ihre Artikel im Onlineshop anschauen und begutachten können. Kunden in 18 Ländern lassen sich von den Sport-Spezialisten im Herzen der Alpen beliefern. Aufgrund der ausgesprochen positiven Entwicklung des Onlineshops wird SportOkay.com in den Neubau eines Logistikzentrums investieren, in dem als zentrales Kommissioniersystem das vollautomatische Kleinteilelager System zum Einsatz kommt. AutoStore-AKL wird im zweiten Obergeschoss einer Neubauhalle errichtet. Im Erdgeschoss sind Arbeitsplätze für Wareneingang und Kommissionierung vorgesehen.

Fast wie beim Flippern...
Für die massgeschneiderte Auslegung wurden bei der Planung mehrere Anlagensimulationen mit Originaldaten in Realzeit durchgeführt. Die Kundenanforderungen führten zusammen mit den Simulationsergebnissen zu einer Systemkonfiguration in zwei Baustufen. Im ersten Bauabschnitt werden 22 Roboter mit 26.500 Behältern auf 16 Ebenen und dazugehörige sechs Arbeitsplätze mit Swing-Ports rund 168 Einlagerungen und Retouren sowie 4.000 Picks pro Tag und 400 Picks pro Stunde ermöglichen. In der zweiten, finalen Ausbaustufe wird das AutoStore-Grid auf circa die doppelte Breite vergrössert, so dass 44 Roboter mit ca. 55000 Behältern und zwölf Arbeitsplätzen mit Swing-Ports für rund 336 Einlagerungen und Retouren sowie 8000 Picks pro Tag und 800 Picks pro Stunde sorgen werden.
Laut Hörmann besteht das AutoStore-System aus einem Aluminium-Rastersystem mit den Gesamt-Abmessungen von 18,4 m x 36,9 m (79,2 m) x 5,4 m (L x B x H). In dem Rastersystem stehen Stapel mit jeweils 16 Behältern direkt auf dem Hallenboden.

Fotos: Hörmann Logistik

Über den Behälterstapeln ist das Fahrschienensystem (Grid) montiert, auf dem sich die 22 (44) batteriebetriebenen, autonomen Roboter bewegen. Die Roboter nehmen kooperativ Behälter auf, sortieren sie um und sind für die Ver- und Entsorgung der Swing-Port-Arbeitsplätze im Erdgeschoss zuständig.

Messe Logistics & Automation: Stand D16

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